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Die verrücktesten Denims der Welt, Teil 2

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Wenn wir aus dem ersten Teil unseres Specials etwas gelernt haben, dass ist es, dass Jeans-Designer ein paar echte Spaßvögel sein können. Beim letzten Mal stellten wir euch betonschwere, unbezahlbar teure und fruchtig riechende Denims vor. Diesmal wollen wir noch einen Schritt weiter gehen und die Liste verrückter Jeans-Modelle um ein paar exotische Vertreter erweitern. Kreativität scheint nämlich keine Grenzen zu kennen und so ist es uns eine Freude euch mit ein paar weiteren Design-Ergüssen der Modedesigner zu faszinieren. Ob das nun alles hosenmäßige Schwerverbrechen sind oder doch absolute Großtaten, für die es sich lohnt, mehrere Jahre auf das Essen zu verzichten, um sie sich irgendwann leisten zu können – diese Entscheidung überlassen wir da ganz unseren Lesern.
Stöbert man durch die Vielzahl verrückter Denim-Jeans, dann stolpert man nicht gerade selten über ziemlich abstruse Namen von noch abstruseren Labels, die mit den abstrusen Styles aufkommen, über die wir uns so freuen. Dabei jedoch auf eine Marke wie Levi’s zu stoßen, überrascht dann aber schon. Aber auch DIE Traditionsmarke unter den Denim-Labels schlechthin hat zumindest ein wirklich verrücktes Modell im Sortiment, auch wenn es sich dabei nicht um ein regulär erhältliches Stück eines x-beliebigen Levi’s Stores handelt. Viel mehr ist das vorliegende Modell eine Kooperation zwischen der Levi’s und dem britischen Künstler Damien Hirst. Das 2008er Modell des 501-Klassikers erinnert mit seiner sternförmigen Farbenfreude an einen Batik-Extremfall und wurde von der Gala als „Kunst zum Anziehen“ bezeichnet. Nun, besser hätten wir es auch nicht treffen können.

Apropos, verrückte Denim-Kunst: Wer nicht nur nach dem passenden Modell für sich, sondern auch für seine Barbie-Puppe (respektive seine Action-Figur) sucht, der kann im Sortiment des japanischen Edel-Denimproduzenten Momotaro Jeans fündig werden. Die findigen Japaner haben nämlich ein Designer-Modell mit einer Länge von satten 15 Zentimetern geschaffen und halten damit wohl den Rekord der kleinsten Luxus-Leans der Welt. Gürtelschlaufen, Lederpatch, Waschungen und Used-Optik inklusive. Wo man für dieses Prachtexemplar jedoch den passenden Gürtel herbekommt, das lassen die Designer offen. Für eine glatte 10 auf der Crazyness-Skala reicht es aber dennoch problemlos!

Dass sich Labels und Designer aber nicht nur größen- und designtechnisch zu allerhand verrückten Ideen hinreißen lassen, sondern auch was Produktionsmethoden angeht, das beweist die Marke „Gluejeans“ aus den Niederlanden. Wie der Name des Labels nämlich bereits andeutet, werden deren Denims nicht etwa durch herkömmliche Nähte zusammengehalten, sondern durch eine Art farbigen Klebestreifen. Das Ergebnis sind dann relativ traditionell aussehende Jeansmodelle, die sich lediglich durch ihre roten (Pseudo-)Nähte vom Rest abheben und hoffentlich ähnlich gut zusammenhalten, wie die Jeans der herkömmlichen Bauweise. Bei einem Kaufpreis von über 500 Euro sollte man das aber schon erwarten dürfen, oder?

Was bei alledem klar geworden sein dürfte: Keine der hier vorgestellten Extrem-Denims gibt es geschenkt, nicht mal annähernd. Die Spannweite reicht in der Regel von mehreren hundert bis gar mehreren hunderttausend Euro/Dollar, die man für ein paar verrückte Jeans bezahlen muss. Die einzige Alternative für normalsterbliche Menschen ohne Platin American Express lautet daher: Selbst aktiv werden. Wer genügend Phantasie hat, gerne Hand anlegt und vielleicht selbst ein bisschen verrückt ist, der setzt die Schere an, startet die Nähmaschine, greift zu Farbe und Pinsel und schaut, was am Ende dabei herauskommt, wenn er aus seiner 501 ein eigenes verrücktes Designer-Modell zu fertigen versucht. Denn das Schöne an all den verrückten Jeansmodellen ist doch, dass es eigentlich nur jemanden braucht, der unkonventionelle Ideen in die Tat umsetzt. Andererseits: Wer muss schon unbedingt das verrückteste Jeansmodell der Welt tragen? Manchmal reicht ja auch das schamlose Gaffen – vor allem wenn es ZU extrem wird. Sofern ein „ZU extrem“ überhaupt möglich ist. Grenzen gibt es schließlich nie. In der Modewelt sowieso nicht. Thank you, Lord!

Update: Auch abgefahren sind die Jeans von Karl Lagerfeld. Im shoppl Blog wird dazu ausführlich berichtet!

Das Kultobjekt der Damenmode: Leggings

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Sie ist eines der absoluten Lieblingsstücke der modebewussten Frau, sie hat eine lange Geschichte hinter sich und ist nach ihrem bahnbrechenden Comeback vor ein paar Jahren heute grösser im Geschäft denn je: die Leggings. Was verbirgt sich hinter den sexy Teilen? – Wo liegen ihre Wurzeln, was macht ihren Reiz aus und warum sind sie so erfolgreich? Wir sind der Sache mit den Leggings auf den Grund gegangen.

Fragt man die Leute, woher Leggings kommen, antworten die meisten mit den 80er Jahren. Sie haben dabei Bilder von amerikanischen Strandpromenaden in Venice Beach oder Miami vor Augen, an denen hippe Frauen mit Strubbelfrisuren sexy Gymnastikübungen bei Sonnenaufgang machten. Und tatsächlich, ihre erste modische Hochphase hatten die Leggings vor gut 30 Jahren, wo sie neben dem Sport auch verstärkt im normalen Alltag getragen wurden. Doch ihre Vorgeschichte reicht noch weiter in die Vergangenheit zurück. Viel weiter als man zunächst glauben mag.

Einige Kenner verorten die ersten Leggings bereits in der Zeit des 17. und 18. Jahrhunderts, wo erste hautenge Hosen aus elastisch gemachtem Ziegenleder in Spanien aufkamen. Andere sehen bereits in den engen Lederhosen der amerikanischen Ureinwohner die Vorläufer der heute bekannten Leggings. Auch wenn diese altertümlichen Stücke in ihrer groben Form mit den heutigen Leggings Gemeinsamkeiten aufweisen, kann man sie jedoch keineswegs mit aktuellen Modellen gleichsetzen, zumal die „Urzeit-Leggings“ noch zusätzlich mit einem Gürtel befestigt werden mussten und somit eher der traditionellen Hose ähnelten. Zudem wurden diese Stücke noch ausnahmslos aus Leder gefertigt und boten daher keineswegs die heute so geliebte Bewegungsfreiheit. Gleichwohl dienten diese Lederhosen einem praktischen Zweck, nämlich durch ihre höhere Dicke in der Wildnis vor Stacheln zu schützen. Aus diesem Grund trugen auch die späteren Cowboys Leggings-ähnliche Lederhose über ihren Jeans und nannten diese „Chaps“.

In den 80er Jahren feierte die Leggings, so wie wir sie heute kennen, ihren Einstand in der Freizeit- und Sportmode. Die meist auf Nylon basierenden Stücke waren nun viel dünner, konnten Schweiß absorbieren und ihn vom Körper weg nach außen transportieren, weshalb sie im Zuge der Aerobic-Weller zum absoluten Renner wurden. Die Popularität stieg so rasant an, dass die Leggings schon sehr bald als Alltagskleidungsstück akzeptiert und geliebt wurden. Hauptgrund dafür war wohl, dass kein anderes Kleidungsstück eine gute Figur so schön betonte, wie sie. Ein praller Hintern, lange Beine – all das wurde perfekt in Szene gesetzt ohne zu viel zu offenbaren. Schrille Farben oder Pastelltöne in glänzend oder matt sorgten für die nötige Auflockerung und den zusätzlichen Hinguck-Faktor.

Mit diesen Eigenschaften hatte die Leggings die perfekten Voraussetzungen, um Teil des 80s-Modecomebacks der letzten Jahre zu werden. Doch anstatt die 80s-Leggings eins zu eins in die heutige Zeit zu transportieren fügten Designer noch die ein oder andere modische Nuance hinzu. Neben den altbekannten (und nach wie vor sehr beliebten) einfarbigen Modelle, sind heute vor allem auch Rainbow-Leggings und Print- und Musterleggings oder Leggings mit verrückten Farbverläufen absolute modische Highlights. Auch diverse Glanzeffekte in Gold oder Silber und Leder-Imitate stehen heute auf der Must-Have-Liste ganz weit oben. Die Beliebtheit der häufig auch als „Tights“ bezeichneten Stücke ist mittlerweile so groß, dass die Teile plötzlich sogar geschlechterübergreifend interessant geworden sind. Unlängst posteten modebegeisterte Boys auf ihren Tumblr-Modeblogs Fotos von sich in Leggings und machten klar, dass es offensichtlich keine Grenzen und Regeln mehr gibt, wer sich mit Leggings schmücken darf und wer nicht. Dass es sich hierbei um eine grenzwertige Angelegenheit handelt, ist klar. – Andererseits gehört es gerade in der Modewelt dazu, Grenzen auszuloten und Dämme zu brechen. Ansonsten ist es natürlich wie so oft: Alles kann, nichts muss. Und überhaupt bleibt die männliche Leggings-Zielgruppe offenbar vorerst überschaubar. So groß ist der Mut (oder der Wille) bei den meisten Männern dann doch nicht, in die hautengen Dinger zu schlüpfen.

Die verrücktesten Denims der Welt – Naked & Famous

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Jeans müssen keine bierernste Angelegenheit sein – das muss Mode und Design im Allgemeinen nicht. Die alljährlichen Fashion Shows rund um den Globus beweisen uns immer wieder aufs Neue, dass es immer die abgedrehtesten und witzigsten Kreationen sind, die die größte Aufmerksamkeit erzielen. Und so wie die Designer mit ihrer Mode-Produktion schockieren wollen, wollen andere schockieren, indem sie genau diese Mode tragen. Und weil Crazyness in der gehobenen (und auch weniger gehobenen) Denim-Welt stets großgeschrieben wird, haben wir uns mal auf die Suche begeben nach ein paar wirklich verrückten Jeans.

Was ist eigentlich aus der guten alten Denim geworden? Handelte es sich dabei nicht mal schlicht und einfach um eine Arbeiterhose? Blauer Indigostoff, ein paar Nieten – und das war’s. Tja, die Zeiten ändern sich. Und dort, wo verrückte Designer Hand anlegen und Fashion-Verrückte zuschlagen, bleibt häufig kein (Style-)Stein mehr auf dem anderen. Brandon Svarc macht es vor und zeigte den Kollegen von GQ einst die abgedrehtesten Modelle seines Labels Naked & Famous. Mit dabei war etwa die schwerste Jeans der Welt, die mehr als 900 Gramm Eigengewicht auf Waage bringt und dermaßen steif ist, dass sie allen Ernstes auf den Hosenbeinen aufrecht stehenbleibt. Außerdem im Angebot: Eine Denim aus japanischem Edel-Stoff, der beim Darüber-Rubbeln – Achtung, jetzt kommt’s – eine spezielle Himbeer-Duftnote freisetzt. Ja, auch so kann man Damen beim Date beeindrucken. Laut Svarc soll die Duft-Note immerhin bis zu fünf Waschgänge überstehen, bevor sie verfliegt. Die Reihe verrückter Naked & Famous-Jeans setzt fort bis hin zu einem Paar Denims, das tatsächlich im Dunkeln leuchtet und macht deutlich: Hier hat eine Marke hart an ihrem Image gearbeitet, als eines der größten Fragezeichen in die Jeans-Historie einzugehen. Mission erfüllt möchte man sagen – doch die Konkurrenz ist groß und längst gibt es aus anderen Ecken allerhand verrückte Denim-Modelle.

So etwa von Kohzo Denim, einem Schweizer Label, welches das Herz von Justin Bieber mit einer komplett goldenen Denim erobern konnte. Ja, ihr habt richtig gelesen! Es handelt sich hierbei um eine eigentlich ganz normale Jeanshose – nur dass sie mit 18 Karat Gold beschichtet ist (http://blog.fashionfreax.net/de/files/2010/08/Kohzo-Denim-Goldplated-jeans-vivrecom.jpg). Die Frage nach dem Preis dieses Kleidungsstücks erübrigt sich eigentlich, wir verraten ihn trotzdem: Gute 875 Dollar muss man auf den Tisch legen, um das gute Stück sein eigen nennen zu können – kein Wunder also, dass sich nur echte Erfolgskerle vom Schlage eines Justin Biebers das Teil leisten können.

Nicht nur besonders reiche Menschen fragen sich an dieser Stelle: WIE verdammt, WIE kann ich Justin Biebers Gold-Hose toppen? Nun, auch das wollen wir verraten. Drei magische Worte: Dussault Trashed Jeans. Die Bezeichnung „Trashed Jeans“ ist gelinde gesagt etwas verfehlt, schließlich handelt es sich bei diesem Stück um die angeblich teuerste Hose der ganzen Welt – sie geht für 250.000 (in Worten: Zweihundertfünfzigtausend) Dollar über den Tisch. Den exorbitanten Preis rechtfertigt das Label mit dem aufwendigen Fertigungsprozess und dem verwendeten Material: Dreizehn mal wurde sie gefärbt, sie wurde bemalt, bestickt, durchlöchert und mit den obligatorischen Totenköpfen aus Gold und Rubinen und allem, was Mutter Natur an wertvollen Materialien so hergibt, verziert. Und zwar so lange, bis nix mehr ging. Diese Jeans ist die absolute Endstation, und zwar auf gleich mehreren Ebenen: Preislich, stilistisch und beim Verrücktheitsgrad.

Wer die hier vorgestellten Hosen ernsthaft tragen soll? – Wir wissen es nicht. Ob sie überhaupt ohne weiteres tragbar sind? – Auch das können wir leider nicht abschließend beantworten. Fakt ist aber leider, dass, wer nicht selber Hand an seine 08/15-Denims legen will, für jedes Paar dieser verrückten Jeans einen gehörigen Batzen Bares hinblättern muss. Oder er muss mit seinen Durchschnitts-Denims betrübt durch den stadteigenen Szenebezirk traben. Doch wer an dieser Stelle schon glaubte, es sei alles zum Thema „verrückte Jeans“ gesagt, dem sei versichert: Es geht noch weiter. Beim zweiten Teil unseres Special zu leicht geisteskranken Denim-Modellen. Man darf also gespannt sein.

Grüße von der Bauernhof-Kommune: Das Phänomen Cordhose

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Was zur Hölle ist eigentlich aus Cordhosen geworden? Erzählungen älterer, weiser Menschen berichten von Zeiten, in denen die Hosen aus diesem seltsamen Stoff tatsächlich so etwas wie… „angesagt“ waren. Heute – das muss man leider sagen – kennt man Cordhosen meist nur noch als Teil der Uniform alternder Hippes mit zotteligen Haaren und wenig Augenmerk auf Style. Alles nur ein Vorurteil? Fakt ist jedenfalls: Weder auf den Straßen der Innenstädte und den einschlägigen Trend-Bezirken, noch auf den Laufstegen großer Designer sind die Hosen derzeit ein Thema – und das trotz einiger Comeback-Versuche und erzwungener Hype-Pushes durch diverse Modemagazine. Das soll jedoch nicht heißen, dass die Cordhose ein uninteressantes Modestück wäre, ganz im Gegenteil. Um zu verstehen, dass in ihr eine echte Alternative zur altbekannten Jeans schlummert, muss man sich vergegenwärtigen, was sie für modische Möglichkeiten bietet und wo ihre Wurzeln liegen. Erst dann kann man begreifen, dass hinter den Teilen tatsächlich mehr steckt, als ein vorsintflutartiger Style, der mit den heutigen Gepflogenheiten nicht zu vereinen ist.

Wann genau waren Cordhosen eigentlich zuletzt cool?

Vor 20 Jahren oder doch eher vor 30? Ganz klar: Der Trend ist nicht der Cordhoses bester Freund, und zwar schon seit einer ganzen Weile nicht. Dabei steht sie, was Tradition und Herkunft angeht, der ultrabeliebten Jeans in nichts nach. Auch die Cordhose  wurde als Arbeiterhose entwickelt. Bis heute gehört sie zur festen Uniform diverser Handwerkerberufe. Wer etwa an die Zunft-Tracht von Zimmermännern denkt, hat sofort deren typische Cord-Uniform vor Augen. Geschätzt wurde sie damals wie heute für ihre Robustheit und Standhaftigkeit bei schwerer Arbeit. Wo die Bezeichnung „Cord“ herkommt, ist bis heute nicht genau geklärt, es wird jedoch vermutet, dass sie aus dem Französischen stammt: „Cord du roy“ bedeutet so viel wie „König des Stoffs“. Denkbar ist aber auch, dass für die Art des Stoffes einfach der englische Begriff Cord („Schnur“) übernommen wurde. Die ebenfalls gebräuchliche Bezeichnung „Manchester“ gibt bereits einen Hinweis auf die Herkunft des Cord-Stoffes. Noch lange, bevor Levi Strauss die erste Denim herstellte, genauer im 18. Jahrhundert, wurden im britischen Manchester nämlich die ersten Cordhosen hergestellt.

Cordhosen konnten günstig produziert werden und hatten perfekte Voraussetzungen für Alltag und Arbeit – kein Wunder, dass sie schnell ein absoluter Verkaufsrenner waren. Der große Erfolg der Cordhosen war vor allem darin begründet, dass sie ein Qualitätsprodukt war, dass sich jede Gesellschaftsschicht leisten konnte und welches für demensprechend viele Zwecke genutzt wurde. Häufig bestanden Schuluniformen aus Cord, die Hosen wurden aber auch von Wanderern und den erwähnten Arbeiterzünften getragen.

Doch es sollte bis in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts dauern, bis es schließlich seitens der jugendlichen, modeaffinen Menschen den ersten richtigen Run auf die Hosen aus dem seltsam auffälligen Stoff gab. Die Kombination aus Schlaghosen aus Cord und auffällig großen Boots war DIE Ausgehuniform der Disco-Ära und wurde zum Markenzeichen für die feierwütige Jugend dieses Jahrzehnts. Nicht zuletzt fanden die unverwechselbaren Stücke auch großen Anklang innerhalb der allgegenwärtigen Hippiebewegung. Damit hatte sich die Cordhose als stylisches Kleidungsstück zwar gesellschaftlich etabliert, schlitterte in den folgenden Jahren aber trotzdem mehr und mehr in die modische Irrelevanz.

Heute, in Zeiten, wo eigentlich sowieso aller erlaubt ist und man prinzipiell alles tragen kann, sofern es a) gut kombiniert wird oder b) zumindest eine Spur eigenen Stils vermittelt, hat die Cordhose zwar immer noch keinen festen Platz gefunden, taucht aber vereinzelt immer wieder auf. Und zwar auch abseits von Öko-Menschen und Bauernhof-Kommunen. Vor etwa zwei Jahren kamen parallel zu den bunten Skinny-Jeans auch ähnlich geschnittene Cordhosen wieder auf: Bunt, schrill und sehr schmal geschnitten. Die weiten Sackhosen von „damals“ sind  jedoch nach wie vor passé – wahrscheinlich waren sie auch nie etwas anderes. Wer aber ein gewisses Gespür für gute Outfits in sich trägt und gerade darauf pocht eben nicht nur das zu tragen, was der Trend vorgibt, der kann tatsächlich versuchen, ein Outfit rund um eine schmal geschnittene Cordhose zusammenzustellen. Denn eines ist sicher: Man fällt damit definitiv aus der Reihe. Und bis der nächste richtige Hype um Cord entsteht, wird wohl noch das ein oder andere Jahr ins Land ziehen. Die Stunde der Individualisten hat also geschlagen – Freiwillige vor!

Indigo vs. Schwarz vs. Farbenfroh – welche Jeans darf es sein?

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Eine neue Jeans soll es also sein – aber welche Farbe? Das traditionelle Indigo-Blau, ein klassisches Schwarz oder lieber ein knalliges Rot, Grün oder Gelb? – Die Color-Frage kann oftmals zur echten Gewissensfrage werden. Dazu kommen zahlreiche Faktoren, die die Entscheidung zusätzlich beeinflussen: Trend, Farbpsychologie und Marke. Wir wollen euch die Farbwahl der Denim ein kleinwenig erleichtern und lassen die drei Auswahlmöglichkeiten gegeneinander antreten. Denn auch wenn schlussendlich der eigene Geschmack entscheidet – eine kleine Hilfestellung kann nie schaden.

Tradition trifft Trend

Bei kaum einem anderen Auswahlkriterium für eine neue Denim wird der Zwiespalt zwischen Tradition und Trend derzeit so deutlich wie bei der Farbwahl. Ganz klar: Wer gezielt das traditionelle Design sucht, greift natürlich lieber zum kräftigen Indigo-Blau. So kennt man die Denim, so liebt man sie. Zudem heißt Indigo nicht gleich Indigo: Mittlerweile gibt es die Farbe in unzähligen Schattierungen, Helligkeiten, Abstufungen und natürlich Waschungen. „Zeitlosigkeit“ ist hier das Zauberwort. Wer jedoch Trendhamster ist und vor allem das sucht, was derzeit angesagt ist, greift zu farbigen Jeans. Der Colored-Denim-Trend der ausklingenden Herbst/Winter-Saison wird es nämlich ganz offensichtlich auch ins kommende Frühjahr schaffen. Das bedeutet: Senfgelb, Weinrot und diverse Laubfarben sind  nach wie vor das Ding der Stunde. Ausgedient haben dagegen die knalligen Neonfarben des letzten Jahres. Als Faustregel gilt: Farbenfreude ja, aber bitte in Maßen.

Der Allround-Look

Als echte Allround-Farbe hat sich dagegen (ja, wir wissen, dass es eigentlich eine Farbe ist)  Schwarz erwiesen. Black Denims lassen sich nicht nur sehr gut zum Sakko bei weniger formellen Anlässen oder als Sonntagshose zum wöchentlichen Besuch bei Oma anziehen, sondern eignen sich auch perfekt für lässige Freizeitoutfits. Ob mit Hemd, T-Shirt, V-Neck oder Strickjacke – schwarze Denims gehen fast immer und überall. Sie sind – auf aufgrund ihrer farblichen Unauffälligkeit – ähnlich zeitlos wie Indigo-Jeans und werden in ähnlichen vielen Variationen angeboten. Farbliche Abstufungen gibt es bis hin zu hellen Grautönen mit interessanten Waschungen und diversen Used-Applikationen. Es ist daher keine Überraschung, dass sich schwarze bzw. graue Jeans, ähnlich wie die klassische-blauen, seit Jahren in der Beliebtheitsskala bei Denim-Fans ganz oben halten und ebenso zeitlos wie ansehnlich sind.

Wie es die Masse will

Genau das ist auch der Grund, warum es farbige Denims langfristig gesehen schwerer haben, die Herzen der Massen zu bleiben. Sie unterliegen im Vergleich zu Indigojeans und schwarzen Denims nämlich viel stärker dem Diktat der Modetrends. Mal sind es die erwähnten knallig-neonfarbenen Jeans, die extrem angesagt sind, mal sind es die Laubfarben, die momentan als hip gelten. Doch selbst deren Halbwertszeit ist begrenzt. Welcher Farbtrend in der nächsten Saison auf dem Plan steht, ist derzeit noch nicht absehbar. Wühlt man sich durch Modeblogs, aktuelle Kollektionen der großen Jeansmarken und diverse Pressefotos scheinen ausgeblichene Pastellfarben immer besser zu funktionieren. Die Spatzen pfeifen teilweise sogar schon von den Dächern, dass das 80er Weiß sein großes Denim-Comeback feiern könnte. So oder so setzen sich die Fans der farbigen Jeans verstärkt der Gefahr aus, vom Trend überholt zu werden. Den Fans von Indigo und Schwarz könnte man hingegen schon fast Bequemlichkeit vorwerfen – schließlich sind sie bei ihrer Farbwahl stets auf der sicheren Seite.

Trust yourself

Trendfragen hin, Zeitlosigkeit her – Schlussendlich musst DU dich in deiner neuen Jeans wohlfühlen. Wer geschickt kombiniert, der kann ohnehin vollkommen losgelöst von solchen Fragen die Denim wählen, die ihm persönlich am besten gefällt. Klar kann es nicht schaden, einige der hier benannten Kategorien im Hinterkopf zu behalten. Am Ende muss man aber die Wahl der neuen Hose – für die sicherlich auch der ein oder andere Schein über die Theke wandern wird – für sich selbst vertreten können. Trotzdem, eine kleine Hilfe schadet nie. Also: Geschmackvoll wählen, eigenen Stil repräsentieren, den Trend aber nicht komplett vergessen. Dann kann auch bei der Farbwahl nichts schiefgehen.

Vom Arbeiter-Label zur Style-Institution: die Geschichte von Carhartt

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Die Geschichte des Denim-Labels Carhartt ist eine Geschichte voller Missverständnisse – gleichzeitig ist sie gekrönt von unglaublichen Erfolgen. Erfolge, wie es sie selten gibt, im nahezu unüberschaubaren Jeans-Markt. Nach bald 125 Jahren Label-Geschichte wird es für uns Zeit, diese Marke genauer zu ergründen. Diese Marke, die wir so lieben und von der jeder modeaffine Mensch zumindest ein Kleidungsstück besitzen sollte. Wir reden hier nicht von einem popeligen kleinen Label, das mal für ein, zwei Jahre einen kleinen Hype hatte, sondern seit mehreren Jahrzehnten eine absolute Style-Institution ist – Big Business also.

Beginnen wir mit ein paar Hard-Facts: Das Unternehmen Carhartt Inc. wurde 1889 durch den Amerikaner Hamilton Carhartt  im texanischen Killeen gegründet – und zwar keineswegs als Lifestyle-Label, sondern als hochwertige Marke für Arbeitskleidung. Genauer gesagt entwickelte Carhartt seine ersten Stücke für die schwerarbeitenden texanischen Eisenbahner, die auf hohe Qualität und robuste Denims, Overalls und Jacken angewiesen waren. Damit konnte die Marke bereits einige Erfolge verbuchen und sich unter der amerikanischen Arbeiterschaft einen Namen machen. Seit seinem Start vor weit mehr als einhundert Jahren wuchs das Label beständig weiter. Auch heute ist Carhartt in den USA auf Baustellen, bei Farmern, Handwerkern und für alle „schmutzigen“ Arbeiten, bei denen angepackt werden muss, die unangefochtene Nummer Eins.

Viele mögen davon überrascht sein, schließlich kennt man das Label in Europa als reines Lifestyle-Modelabel. Wie kam es also zu dieser zweigleisigen Entwicklung? Obwohl Carhartt in Amerika seine traditionelle Bedeutung beibehalten hat, ging die mittlerweile in Europa fest etablierte Entwicklung zum Fashion-Label von den USA aus.

Für modeaffine Jugendliche erlangte die Marke dort erstmals eine gewisse Bedeutung als die Crack-Dealer der 80er Jahre damit begannen, bei ihren kühlen Nachtschichten wärmende Carhartt Jacken, Mützen und Jeans zu tragen. Für die Ghettojugend der USA waren die Dealer damals wie heute so etwas wie lokale Superstars, denen man natürlich nacheifern musste – nicht zuletzt auch, was den Modestil angeht. Als dann schließlich auch einige Rapper den Trend entdeckten und damit begannen, Carhartt Jeans als Baggys zu tragen, war die Marke endgültig im Mainstream angekommen und offiziell Teil der HipHop-Kultur geworden.

Dieser Hype, der in Amerika relativ schnell wieder vorüber ging, schwappte jedoch bald nach Europa über und konnte sich hier dank geschicktem Marketing, einem ausgefeiltem und trendigen Sortiment behaupten. So ist Carhartt in weiten Teilen der Welt so etwas wie eine absolute Streetwear-/Denim-Ikone geworden. Als Modelabel ist es heute tief in der Skater- und BMX-Subkultur verwurzelt und hat zahlreiche Anhänger in der Rap- und Elektroszene, die nicht zuletzt aktiven Sponsoring und Werbung zu verdanken ist.

Als etwa 2002 Aggro Berlin erste Erfolge feierte, wurden die Künstler der Plattenfirma massiv von Carhartt gesponsert und mit Klamotten ausgestattet – die Fans dankten, indem sie ebenfalls auf die Denims des Labels zurückgriffen und ihm so zu einem weiter Popularitätsschub verhalf. Zuletzt waren die simplen Carhartt-Beanies wieder extrem angesagt. Während die Streetwear-Sektion von Carhartt also den europäischen Raum mehr und mehr für sich vereinnahmt und aufgrund seines zeitlos-simplen und doch ansprechenden Stil weiterhin große Erfolge feiert, hat man sich im Heimatland USA mittlerweile wieder auf die Wurzeln besonnen. Hier tritt das Label nur noch als Produzent von hochwertiger Arbeitskleidung auf – man beachte dazu die Fotostrecken auf der hauseigenen Webseite carhartt.com.

Für den hiesigen Markt ist ganz offensichtlich weiterhin das Credo, hochwertige Denims zu produzieren, ohne dabei jedem x-beliebigen Trend hinterherzuhecheln. Stattdessen setzt man bei Carhartt ganz offensichtlich auf die bewährte Rezeptur aus zeitlosen Cuts, mal etwas schmaler, mal etwas relaxter, auf lässige Chinos oder stabile Jeans. Dafür lieben die Fans Mode von Carhartt und daran soll sich auch bitteschön möglichst wenig ändern. Denn wie heißt es so schön? – If it’s not broken, don’t fix it!

Die Sache mit dem Jeansrock – Highlight oder No-Go?

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Der Jeansrock, ja, wo ist der eigentlich? In den letzten zwei, drei Jahren wurde in der Modewelt doch alles ver-denimt, was nicht bei Drei auf dem Baum war – und miteinander kombiniert. Jeansjacke zu Jeanshose, Jeanshemd zu Jeansbag. Irgendwie ist das alles wieder da und wird – weil man offenbar ja nichts auslassen will – alles zusammen getragen.

Doch was ist eigentlich mit dem Jeansrock?

Das Kleidungsstück, welches es immerhin schon seit den frühen Achtzigern gibt, litt zuletzt an erstaunlich wenig Präsenz. Ist es etwa out? Oder befindet es sich einfach nur unterm Radar und ist damit wesentlich spezieller und weniger mainstream als der ganze andere Kram? Wir haben nachgeforscht.

Vor rund 30 Jahren war der Jeansrock eine unglaublich spannende Neuerung in der Modewelt. Wo es vorher lediglich Jacken und Hosen des charakteristischen indigofarbenen Materials gab, waren plötzlich Röcke an der Tagesordnung. Röcke! Zwar versprühten sie anfangs noch den typisch altertümlichen Charme, die Röcke in dieser Zeit ohnehin verkörperten, doch das sollte sich schon bald ändern.

Die Zahl unterschiedlicher Formen und Arten des Jeansrocks erhöhte sich in Windeseile und so gab es neben den etwas langweilig-gerade geschnittenen Formen bald auch Modelle mit ausgestelltem Cut, Röcke, die im fransigen Look erstrahlten und etwas zweifelhaft als „Zigeuner-Rock“ betitelt wurden und natürlich den allseits beliebten Minirock als beliebte Alternative zu den Hotpants. Vor allem letzterer hat sich bis heute erfolgreich behaupten können.

Aber zugegeben: Abseits des Minirocks handelt es sich dieser Tage nicht unbedingt um die Glanzzeit des Jeansrocks. Der letzte kleine Hype, den das Kleidungsstück genoss, liegt bereits gute zwei Jahre zurück. 2011 zeigten sich Stars wie Katie Perry, Kylie Minogue und Reese Witherspoon in knielangen, leicht asymmetrisch geschnittenen Jeansröcken. Heute sind die Teile bei den Stars jedoch heute leider kaum mehr ein Thema.

Bloß gut, dass Denim-Röcke Kleidungsstücke sind, die – anders als Trends wie Colorblocking – nicht so sehr auf In-und-Out-Listen angewiesen sind. Der Grund dafür ist ihr zeitloses Design, welches sich bereits durch minimale Veränderungen an aktuelle Trends anpassen lässt, sofern das überhaupt notwendig ist.

So ist der bereits erwähnte Minirock das beste Beispiel für ein zeitloses Kleidungsstück, das ganz Trend-unabhängig immer wieder gesehen und gern getragen wird. Der Denim-Minirock ist unglaublich wandelbar, leicht kombinierbar und funktioniert zu jeder Jahreszeit. Klar, dass man bei dem knappen Teil zunächst erst mal heiße Sommertage denkt, an denen Frauen ihre schlanken Beine kaum besser zur Schau stellen könnten, als mit einem ultrakurzen, ausgestellten Minirock. So zieht man die Blicke auf sich!

Doch auch bei derzeitigen Tieftemperaturen funktionieren die sexy Stücke ganz hervorragend. Schmal geschnittene und helle Miniröcke lassen sich nämlich auch hervorragend mit dunklen Strumpfhosen kombinieren oder mit ein paar simplen schwarzen Leggings tragen und erzeugen so einen interessanten Kontrast. Dass dieser Look absolut zeitlos ist, sieht man alleine daran, dass er nun schon seit Jahren funktioniert und akzeptiert ist. Über die Kreativität eines solchen Outfits mag man streiten, doch wer eigene Ideen einbringen will, hat dafür schließlich immer noch genügend Raum oberhalb der Hüften. Auch die Kombinationsmöglichkeiten mit verschiedenen Schuhmodellen sind nahezu grenzenlos. Ob sommerlich-lässig zu ein paar simplen Flip Flops, ob casual zu einem Paar Sneakers oder ob edel zu Pumps oder Stiefeln – denkbar ist alles, möglich ist vieles.

Abgesehen davon gibt es zahlreiche Miniröcke in verschiedenen Denim-Farben, die Abwechslung in den Kleiderschrank bringen. Die Erfahrung zeigt aber, dass hier Vorsicht geboten ist. Der an manchen Stellen noch hochgepriesene Denim-Skirt in Weiß mag bei manchen vielleicht noch hoch im Kurs stehen, für viele ist er jedoch der Inbegriff des Tussi-Styles. Daher ist unbedingt abzuwägen, in Kombination mit welchen (möglichst schlichten) Stücken und Accessoires er getragen werden kann um noch möglichst modisch rüberzukommen.

Fazit: Der Jeansrock ist vieles, aber nicht tot

Gerade der Minirock erfreut sich unabhängig von Trends an großer Beliebtheit und wird dies voraussichtlich auch noch in den nächsten Jahren tun. Wann der Rest der Denimskirt-Familie sein Comeback feiert, bleibt jedoch abzuwarten.

Was wurde eigentlich aus…? – die (fast) vergessenen Denim-Marken

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Einst haben sie die Denimwelt regiert, waren im Kleiderschrank eines jeden Jeans-Freaks präsent und erfreuten sich größter Beliebtheit. Doch irgendwann ist jeder Hype vorbei und Marken verschwinden wieder von der Bildfläche. Aber heißt das automatisch, dass sie tot sind? Dass sie sie in puncto Design und Qualität nachgelassen haben müssen? Wir haben uns mal auf die Suche nach ein paar schon fast totgeglaubten Marken gemacht und mal nachgesehen, wie sie sich im Vergleich zu aktuellen Marken schlagen.

Evisu

Das Label Evisu Genes, vor einigen Jahren noch absolut gehypet, wird heute kaum mehr gesehen. Was ist aus der Marke mit dem charakteristischen Logo auf den Backpockets geworden, die vor rund sechs, sieben Jahren jeder, der sie sich leisten konnte, wie selbstverständlich trug? Im Jahr 2006 brach der Vorwurf der Steuerhinterziehung gegen Firmengründer Hidehiko Yamane ihm und seinem Unternehmen fast das Genick. Schlussendlich konnte sich Yamane aber wieder aufraffen, holte sich Designer-Mastermind Scott Morrison zu seinem Team und tat das, was er am besten kann: Er entwickelte wieder beeindruckende Kleidung. Wer sich aktuelle Frühlingskollektionen auf der Evisu-Webseite ansieht, dem wird klar: Diese Marke lebt! Und sie ist offensichtlich erschwinglicher, als noch vor zehn Jahren. Denims gibt es hier bereits für 250 Dollar – kein Schnäppchen, aber durchaus vertretbar. Der Preis stimmt also, der Look auch – aber das reicht, um einen neuen Hype und das japanische Label zu entfachen? Das bleibt abzuwarten.

South Pole

Na, wer erinnert sich noch? Als vor ungefähr zehn, zwölf Jahren der Baggy-Trend das Jungvolk, die Kaufhäuser und Streetwear-Läden eroberte, waren es vor allem Denims von South Pole, die gerne gepickt wurden. Obwohl sie sich in Form und Art kaum von Konkurrenzmarken wie Sancezz oder 2Pac unterschieden, wurden South Pole-Hosen mit Abstand am meisten gepickt – ein Trend-Label im klassischen Sinne. Wer eine Baggy wollte, MUSSTE eine South Pole besitzen. So war das damals. Mit dem abnehmenden Baggy-Hype konnte das Designer-Team um David und Kenny Khym offensichtlich nicht gut umgehen: Statt sich den neuen Trends und Entwicklungen im Bereich der Streetwear anzupassen, blieben sie bei ihren alten Cuts und verloren den Anschluss zur Konkurrenz. Zwar ist die Marke heute noch existent, wird aber vor allem in den USA als Low-Cost-Ware bei großen Ramsch-Modehäusern wie Sears oder JC Penny verkauft und hat damit viel von ihrem Coolness-Faktor eingebüßt. Wie stehen also die Chancen auf ein Comeback? – Lass uns ehrlich sein: Eher schlecht! Aber wie heißt es so schön? – Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

Miss Sixty

Auch Miss Sixty war etwa Anfang der 00er Jahre eines DER angesagten Denim-Labels. Trendbewusste Frauen und Mädels nahezu aller Altersklassen rissen sich förmlich um das charakteristische Modell „Flare Nixie“  mit dem Reißverschluss am Po (der auf dem Schulhof mehr als oft von den frechen Boys geöffnet wurde… Hach ja, die alten Zeiten). Doch auch zahlreiche andere Modelle wurden exzessiv getragen, als wären sie Teil einer Girli-Pflichtuniform. Kurzum: Miss Sixty war – zumindest in unseren Breitengraden – die absolute Übermacht. Wie es heute um Miss Sixty steht? – Nicht allzu schlecht, möchte man meinen. Zwar haben sich die Zeiten geändert und die Marke wird nicht mehr so sehr gefeiert wie Anno 2003, doch das heißt nicht, dass sich die aktuellen Kollektionen des italienischen Labels nicht sehen lassen könnten. Die Designs orientieren heute eher an aktuelle Looks, anstatt selbst Trends zu setzen – ihre Relevanz haben sie jedoch nicht verloren. Boyfriend, Skinny, Marlene – Miss Sixty bietet heute eigentlich alles an, was das Frauenherz begehrt und konnte sich durch diese Anpassung sogar vom Tussi-Image lösen, das der Marke zeitweise anhing. Insofern: Alles richtig gemacht. Bleiben wir gespannt, was die Zukunft bringt!

Crazy Do-it-Yourself-Ideen für alte Denims

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In der Blogosphäre des WWW wurde bereits viel über Do-It-Yourself-Ideen geschrieben – auch an dieser Stelle. Dass sich aus alten (oder neuen) Jeans noch allerhand machen lässt, indem man einfach selbst anlegt, sollte längst bekannt sein. Doch neben offensichtlichen Ideen, wie den DIY-Denimshorts oder dem selbstgemachten Used-Look gibt es noch zahlreiche andere Möglichkeiten, die eigenen Hosen aufzupimpen. Wir haben für euch die einschlägigen Blogs durchgewühlt und die interessantesten Ideen herausgesucht, wie man alten Jeans zu neuem Glanz verhilft – und die neidischen Blicke auf sich zieht.

Idee Nummer 1: Spiel mit Perlen!

Perlen sind ein einfaches Mittel, um alte Jeans schnell und günstig aufzupeppen. Zudem lassen sie viel Kreativität und individuelles Vorgehen, ganz nach dem persönlichen Geschmack zu. Perlen in unterschiedlichen Formen und Farben findet man zuhauf in diversen Bastel-Läden. Sie werden ganz einfach mit Nähnadel und Faden an den Stellen befestigt, an denen man die Jeans aufpimpen will. So kann man etwa die Hosen- oder Gesäßtaschen verzieren, oder aber auch die Hosenbeine einer Dreviertel-Jeans. Gerade helle, weiße Perlen ergeben zu dunklem Denim-Stoff einen perfekten Kontrast. Wer es auffällig mag, kann auch ein wenig mit Ideen spielen und die komplette Jeans mit dem Perlenlook verzieren. Ausprobieren lohnt sich!

Idee Nummer 2: Gesäßtaschen-Tuning

Gerade die aufgenähten Po-Taschen können aber auch auf ganz anderen Wegen verziert werden. An ihnen lassen sich ohne großen Aufwand Pailletten, kleine Ketten, Rüschen, Fransen oder Bänder mit Nähgarn oder Mode-Kleber befestigen – am besten im trendigen Schichtlook. Funktioniert ultra-einfach, sieht richtig gut aus und lässt sich in wenigen Minuten umsetzen. Die Verzierung von lediglich einer der beiden Gesäßtaschen setzt einen perfekten Akzent in einer sonst schlichten Jeans, kann aber auch eine sexy Hotpants unheimlich aufwerten.

Idee Nummer 3: Herzen selbst printen

Was große Marken können, kann die DIY-Spezialistin schon längst. Beispielsweise kleine Prints, etwa in Herzform anbringen. Dazu braucht es lediglich ein Stück dünne Pappe, etwas Stoffkreide, ein Lineal und weiße Stoff-Farbe. In die Pappe wird die kleine herzförmige Schablone geschnitten, für gleichmäßige Abstände werden mithilfe des Lineals und der Kreide kleine Punkte überall dort gemacht, wo sich später der Herzen befinden sollen. Wenn alle Positionen klar sind, wird die Herzchen-Schablone aufgelegt und die Stoff-Farbe mit einem kleinen Schwamm (etwa aus einem alten Schminkset) aufgetragen. Sieht absolut stylisch aus! Denkbar sind natürlich auch andere Motive, wie Smilies oder einfache Punkte – lasst der Kreativität freien Lauf!

Idee Nummer 4: Rüsschen am Jeans-Saum

Der Saum einer Jeans eignet sich – gerade wenn das gute Stück in die Jahre gekommen ist – für einfache, kreative Ausbesserungen. Hier tut sich viel Raum für kreative Bearbeitungsmöglichkeiten auf. So lässt sich gerade bei Jeans im siebenachtel- oder Capri-Schnitt ganz leicht eine Spitzen- oder Häkelborte anbringen. Auch Hotpants eignen sich ganz hervorragend für diese Art des Denim-Tunings. Derartige Spitzenborten findet man in allen größeren Kaufhäusern mit extra Textilabteilungen – also einfach mal im nächsten Karstadt oder Kaufhof mal nachschauen. Die Borte muss etwa einen Zentimeter länger sein als der Jeanssaum, wird zunächst mit Sicherheitsnadeln befestigt und anschließend festgenäht.

Idee Nummer 5 für die Fleißigen: der Regenbogen-Look

Verrückte Farbspielerein und Batik-Look sind noch immer voll im Trend. Gerade, wenn der Frühling kommt, kommt auch die Farbe wieder zurück in die Modewelt. Da sollten gerade die entmotteten Jeans-Shorts und Hotpants nicht mit dem Standard-Indigoblau langweilen. Zum Glück lassen sie sich spielend leicht färben! Gerade der Regenbogen-Look mit mehreren verschiedenen Farben zieht unheimlich viele neugierige Blicke auf sich – dabei ist es ein leichtes, seine Hotpants damit zu verzieren. Was man benötigt sind verschiedene Kleiderfarben, einen großen Eimer pro Farbe und ein paar große Wäscheklammern. Die hellste, bzw. deckungsschwächste Farbe solltet ihr für den mittleren Bereich der Denim einplanen. Die Shorts werden – je nach Qualität der Kleidungsfarbe für etwa zehn bis 15 Minuten in den Eimer mit der angemischten Farbe eingetaucht und mit den Klammern am Rand des Eimers fixiert. Um einen coolen Übergangseffekt zu erzielen, könnt ihr die Hosen bereits bevor die zehn Minuten um sind ein bis zwei Zentimeter aus dem Wasser herausziehen. Anschließend werden die Hotpants von der anderen Richtung mit der hellen Farbe gefärbt und schließlich in die kräftigste Farbmischung bis zur gewünschten Höhe eingetaucht – und zwar so weit, wie die hellere Farbe von der kräftigen überdeckt werden soll. Eventuell müsst ihr den Vorgang noch zwei bis drei Mal wiederholen, bis das Ergebnis stimmt – doch die Mühe wird sich auszahlen.

Robins Jean – Biker-Stil mit Bestand

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Wenn wir über die Jeansmarken sprechen, die in den letzten Jahren die Denim-Mode maßgeblich geprägt und beeinflusst haben, denkt man sofort an Marken wie PRPS, Dsquared oder True Religion. Dabei gibt es noch so viele andere Labels abseits der offensichtlichen Fälle. So konnte sich zum Beispiel gerade das Label Robins Jean durch eigenwillige Kreationen und trendigen Rockstar-Elementen zu einem der anerkanntesten Luxus-Labels im Denim-Bereich avancieren – und den Hollywood-Promis innerhalb weniger Jahre den Kopf verdrehen. Ein Bericht über eine französische Jeans-Institution.

Wenn Robin Chretien Interviews gibt, hört man seinen unverkennbaren, französischen Akzent sofort heraus. Mit seiner blonden Mähne, seinen Fältchen und dem braungebrannten Gesicht sieht er fast aus, wie eine Mischung aus dem aktuellen Dieter Bohlen und dem Dieter Bohlen der 80er Jahre – jedoch nicht so, wie man sich den klassischen Modedesigner vorstellt. Aber im Ernst: Wen kümmert das schon, so lange seine Mode stimmt? Robin Chretien ist der Kopf hinter dem Denim-Label Robins Jean. Er ist sein Begründer, Designer und Chef. Und er ist per du mit den größten Stars in Hollywood. Warum das so ist? – Ganz einfach, weil sie seine Jeans lieben. Chretien ist sich dessen bewusst und weiß auch sehr wohl um seine Größe im Business. Wenn ein Reporter nach den exklusivsten Stücken seiner Kollektionen fragt, holt er sie hervor, zeigt sie und wirft sie nacheinander demonstrativ auf den Boden. Keine andere Handlung könnte die Tatsache, dass kaum eine der seiner Männer-Jeans für weniger als 400 Dollar zu haben ist, besser ad absurdum führen.

Chretien hat es geschafft und kann es sich leisten, seine Produkte auf diese Art zu „bewerben“. Sein Flagship-Store in L.A. ist längst Anlaufpunkt für die Stars, sein Laden der New Yorker Grand St. befindet sich schräg gegenüber einer Bar, in der ein Heineken sieben Dollar kostet in bester Gesellschaft. Livin‘ the high Life eben. Doch wie kam die Marke Robins Jean in die Oberliga? Was ist der Grund dafür, dass Robin Chretien nach eigener Aussage keine Stars für Werbezwecke engagieren muss, sondern sie von selbst zu ihm kommen?

Die Antwort mag vielleicht etwas banal oder gar langweilig klingen – als Chretien im Jahr 2005 startete, tat er im Prinzip mit seinen Jeans genau das, was alle taten. Ed Hardy feierte bei den Promis erste Erfolge und der Biker-Schrägstrich-Rockstar-Look war noch besonders und frisch, also entschied er sich, einfach mitzumischen. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Marken aus dieser Zeit, schaffte es Robin Jeans allerdings, seine Relevanz nicht nur zu bewahren, sondern sogar konsequent auszubauen.

Der Biker-Stil der Jeans ist nach wie vor unverkennbar, doch sie wirken ganz und gar nicht in der Zeit hängen geblieben. Chretien geht es nämlich vielmehr darum, immer wieder Grenzen auszuloten, Neues auszuprobieren und Mut zu beweisen. Das zeigt sich durch Hosen, die mit einer glänzenden Schicht überzogen sind und aussehen, als wären sie aus Leder – obwohl aus reinem Denim sind. Das zeigt sich durch Jeans, die mit aufwendigen Animal Prints verziert sind. Das zeigt sich durch aufwendig verzierte Backpockets mit kleinen Details, Reißverschlüssen und natürlich dem unverkennbaren Robins Jean-Logo: Der Name der Marke auf einer beflügelten Banderole.

Dass bei all dem Chic auch die Nachhaltigkeit der Produktion nicht zu kurz kommt, dafür setzt sich Chretien nach eigenen Aussagen persönlich ein: Strikte Kontrollen, umwelt- und gesundheitsschonende Herstellung und Stonewash-Verfahren machen Robins Jean zu einer hochwertigen Marke, die man ganz ohne Gewissensbisse tragen kann.

Wie die Geschichte weiter geht? Gespannt schauen die Stars, Sternchen, Fashionistas und Mode-Interessierten auf die neuen Kollektionen des Wunderkinds aus Lyon. Dass Chretien auch in Zukunft für die eine oder andere Überraschung gut sein wird, gilt als sicher. Dass seine Jeansmode von Bestand sein wird auch. Schließlich ist sie der beste Beweis, dass Denim-Labels auch im High Fashion-Bereich länger als nur eine Saison Bestand haben können.

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