Die Sache mit dem Jeansrock – Highlight oder No-Go?

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Der Jeansrock, ja, wo ist der eigentlich? In den letzten zwei, drei Jahren wurde in der Modewelt doch alles ver-denimt, was nicht bei Drei auf dem Baum war – und miteinander kombiniert. Jeansjacke zu Jeanshose, Jeanshemd zu Jeansbag. Irgendwie ist das alles wieder da und wird – weil man offenbar ja nichts auslassen will – alles zusammen getragen.

Doch was ist eigentlich mit dem Jeansrock?

Das Kleidungsstück, welches es immerhin schon seit den frühen Achtzigern gibt, litt zuletzt an erstaunlich wenig Präsenz. Ist es etwa out? Oder befindet es sich einfach nur unterm Radar und ist damit wesentlich spezieller und weniger mainstream als der ganze andere Kram? Wir haben nachgeforscht.

Vor rund 30 Jahren war der Jeansrock eine unglaublich spannende Neuerung in der Modewelt. Wo es vorher lediglich Jacken und Hosen des charakteristischen indigofarbenen Materials gab, waren plötzlich Röcke an der Tagesordnung. Röcke! Zwar versprühten sie anfangs noch den typisch altertümlichen Charme, die Röcke in dieser Zeit ohnehin verkörperten, doch das sollte sich schon bald ändern.

Die Zahl unterschiedlicher Formen und Arten des Jeansrocks erhöhte sich in Windeseile und so gab es neben den etwas langweilig-gerade geschnittenen Formen bald auch Modelle mit ausgestelltem Cut, Röcke, die im fransigen Look erstrahlten und etwas zweifelhaft als „Zigeuner-Rock“ betitelt wurden und natürlich den allseits beliebten Minirock als beliebte Alternative zu den Hotpants. Vor allem letzterer hat sich bis heute erfolgreich behaupten können.

Aber zugegeben: Abseits des Minirocks handelt es sich dieser Tage nicht unbedingt um die Glanzzeit des Jeansrocks. Der letzte kleine Hype, den das Kleidungsstück genoss, liegt bereits gute zwei Jahre zurück. 2011 zeigten sich Stars wie Katie Perry, Kylie Minogue und Reese Witherspoon in knielangen, leicht asymmetrisch geschnittenen Jeansröcken. Heute sind die Teile bei den Stars jedoch heute leider kaum mehr ein Thema.

Bloß gut, dass Denim-Röcke Kleidungsstücke sind, die – anders als Trends wie Colorblocking – nicht so sehr auf In-und-Out-Listen angewiesen sind. Der Grund dafür ist ihr zeitloses Design, welches sich bereits durch minimale Veränderungen an aktuelle Trends anpassen lässt, sofern das überhaupt notwendig ist.

So ist der bereits erwähnte Minirock das beste Beispiel für ein zeitloses Kleidungsstück, das ganz Trend-unabhängig immer wieder gesehen und gern getragen wird. Der Denim-Minirock ist unglaublich wandelbar, leicht kombinierbar und funktioniert zu jeder Jahreszeit. Klar, dass man bei dem knappen Teil zunächst erst mal heiße Sommertage denkt, an denen Frauen ihre schlanken Beine kaum besser zur Schau stellen könnten, als mit einem ultrakurzen, ausgestellten Minirock. So zieht man die Blicke auf sich!

Doch auch bei derzeitigen Tieftemperaturen funktionieren die sexy Stücke ganz hervorragend. Schmal geschnittene und helle Miniröcke lassen sich nämlich auch hervorragend mit dunklen Strumpfhosen kombinieren oder mit ein paar simplen schwarzen Leggings tragen und erzeugen so einen interessanten Kontrast. Dass dieser Look absolut zeitlos ist, sieht man alleine daran, dass er nun schon seit Jahren funktioniert und akzeptiert ist. Über die Kreativität eines solchen Outfits mag man streiten, doch wer eigene Ideen einbringen will, hat dafür schließlich immer noch genügend Raum oberhalb der Hüften. Auch die Kombinationsmöglichkeiten mit verschiedenen Schuhmodellen sind nahezu grenzenlos. Ob sommerlich-lässig zu ein paar simplen Flip Flops, ob casual zu einem Paar Sneakers oder ob edel zu Pumps oder Stiefeln – denkbar ist alles, möglich ist vieles.

Abgesehen davon gibt es zahlreiche Miniröcke in verschiedenen Denim-Farben, die Abwechslung in den Kleiderschrank bringen. Die Erfahrung zeigt aber, dass hier Vorsicht geboten ist. Der an manchen Stellen noch hochgepriesene Denim-Skirt in Weiß mag bei manchen vielleicht noch hoch im Kurs stehen, für viele ist er jedoch der Inbegriff des Tussi-Styles. Daher ist unbedingt abzuwägen, in Kombination mit welchen (möglichst schlichten) Stücken und Accessoires er getragen werden kann um noch möglichst modisch rüberzukommen.

Fazit: Der Jeansrock ist vieles, aber nicht tot

Gerade der Minirock erfreut sich unabhängig von Trends an großer Beliebtheit und wird dies voraussichtlich auch noch in den nächsten Jahren tun. Wann der Rest der Denimskirt-Familie sein Comeback feiert, bleibt jedoch abzuwarten.


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