Die Jeans-Geschichte: Teil 2

Das Hauptprodukt seines Unternehmens, die Jeans, wurde in kürzester Zeit so beliebt, dass sie schon bald nicht mehr nur im Goldgräber-Business ein echter Renner war, sondern auch von Farmern und Cowboys getragen wurde. Während der Goldrausch, in dessen Zuge das Kleidungsstück konzipiert wurde, langsam zu Ende ging, stieg die Popularität der Jeans weiter an. Der Name „Blue Jeans“ bürgerte sich schließlich um 1920 ein und war angelehnt an die typische blaue Indigo-Färbung des Denim-Stoffes.

Im Zuge des zweiten Weltkrieges wurde die Jeanshose schließlich auch in Europa bekannt. Zahlreiche hier stationierte US-Soldaten faszinierten die hier lebenden Jugendlichen mit ihren blauen „Nietenhosen“. Filmstars wie James Dean trugen in ihren Filmen Denims und steigerten so ihren Bekanntheitsgrad um ein weiteres. Während die ältere, konservative Generation mit der neuen Mode nichts anfangen konnte, wurde sie umso interessanter für die Jugend, die in der Blue Jeans schnell ein Symbol für Auflehnung und Protest sahen. Als ebensolches wurde die Jeans schließlich auch von der breiten Masse verstanden. Vor allem im Sozialismus der DDR war die Jeans als Produkt des Westens nicht willkommen und zeitweise sogar verboten. In der BRD hingegen wurde im Vorläuferkonzern der heutigen Marke „Mustang“ die erste Denim-Jeans aus Deutschland produziert. Hier wurden 1953 auch die ersten Jeans für Frauen unter dem Namen „Girls-Camping-Hose“ hergestellt. Sie trugen ihren Reißverschluss jedoch nicht wie die Männer-Version nicht vorne, sondern an der Seite.

Damit ist die Erfolgsgeschichte der Jeans selbstverständlich noch nicht zu Ende gewesen. Wie sich zahlreiche weitere neue Arten der Jeans entwickelten, wie sie weiter die Welt eroberten und zum Sinnbild von Subkulturen, Popkulturen und Jugendkulturen überhaupt wurden, das erklären wir im zweiten Teil der Geschichte der Denim Jeans.

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