Das kleine Unikat – ein Einblick in die komplexe Jeans-Produktion

Dieses Mal wollen wir unseren Bildungsauftrag wahrnehmen, ein bisschen hinter die Kulissen der Modeindustrie blicken und uns mal anschauen, wie unsere geliebten Jeans im Einzelnen produziert werden. Die Hose, die wir nämlich wie selbstverständlich an unseren Beinen tragen, hat eine weite Reise hinter sich. Die Jeansproduktion ist sinnbildlich für die Globalisierung und mit über 100 verschiedenen Arbeitsschritten extrem komplex. Ein Einblick in eine verborgene Welt.

Die Produktion der Jeans – so viel sollte jedem klar sein – hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten extrem verändert. Während Denim-Hosen in den 50er, 60er und 70er Jahren noch wie selbstverständlich in den großen westlichen Industrienationen gefertigt wurden, hat sich die Produktion nun verstärkt nach Asien und Lateinamerika verlagert. Ein großer Anteil der Jeans wird heute in Ländern wie China oder Bangladesch hergestellt. Doch egal, wo die Produktion letztendlich stattfindet, am Anfang des Prozesses steht immer die reine, weiße Baumwolle, die Grundlage für den Denim-Stoff ist.

Die Baumwolle kann aufgrund der klimatischen Gegebenheiten nur in Regionen angebaut werden, wo dauerhaft hohe Temperaturen vorherrschen. Asiatische Monsunregionen bieten daher ideale Bedingungen. Nachdem die Baumwolle gepflückt und gekämmt wurde, werden die feinen Fäden  im ersten Produktionsschritt zu einem dickeren Strang gebündelt. Die Baumwollstränge werden dann in verschiedene Farbbäder getaucht. So erhalten sie das charakteristische Indigoblau der Denim, oder – wenn gewünscht – andere Farben wie Schwarz oder Rot. Im Gegensatz zu früher, als Betriebe noch auf natürlichen Farbstoff setzten, werden die Farben heute fast ausschließlich synthetisch hergestellt.

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