Die Jeans-Story: wie ein Kleidungsstück die Welt übernahm – Teil 3


Obwohl die Jeans ein vergleichsweise junges Kleidungsstück ist, ist sie in der Modewelt so präsent wie sonst kaum ein anderes Teil. Während andere Hosentypen kommen und gehen, erst in und dann plötzlich wieder out sind, hat sich die Jeans als zeitloser Dauerbrenner erwiesen. Sie überlebt alle Trends und ist heute ebenso angesagt wie vor 50 Jahren. In unserem zweiten Teil wollen wir uns die jüngere Geschichte unserer geliebten Denim näher anschauen und sehen, wie sich die vielen Varianten der Hose entwickeln konnten.

Mit der L. Hermann Kleiderfabrik im schwäbischen Künzelsau begann sich auch in Deutschland allmählich ein eigener Jeans-Markt zu entwickeln. Das Unternehmen wurde durch Luise Hermann bereits 1932 gegründet, stieg aber erst nach dem Krieg auf Denim-Produktion um. Einige Jahre später benannte sich die Firma schließlich – inspiriert vom US-amerikanischen Cowboy-Lifestyle – in „Mustang“ um. Mustang produzierte nicht nur die erste Jeans für Frauen (siehe Teil 1), sondern setzte 1955 und 1961 weitere Meilensteine mit der Produktion der ersten Cordhosen und Stretch-Jeans.

Mustang wurde damit innerhalb weniger Jahre nicht nur zur größten deutschen Modemarke im Denim-Sektor, sondern genoss auch weltweit eine hohe Anerkennung. In die Erfolgs-Sphären von Levis stieß das Label jedoch nicht hervor. Immerhin erhielt die Marke einen weiteren Schub, als sie 1972 die deutschen Olympia-Sportler mit ihren Produkten ausstattete. Auch was Innovationen anging, waren die Schwaben weiterhin für Überraschungen gut: Die ersten Jeans mit Bügelfalte war eine kleine Revolution auf dem Modesektor und diente als Vorbild für viele andere Marken, die den Trend eifrig kopierten.

Morgen geht es weiter, in unserem Jeans-Special.

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