Jeans-Songs Teil 5: Frank Pop Ensemble und Kollegah

Frank Pop Ensemble – Hip Teens (Don’t Wear Blue Jeans)

Das Frank Pop Ensemble hat sich in seinem 2003er Hit das Thema Jeans auf eine ungewöhnliche Art zueigen gemacht. Anstatt nämlich wie alle anderen die Denim als sexy Modestück in den Himmel zu loben, wird hier steif und fest behauptet „Hip Teens don’t wear Blue Jeans“. Bedenkt man, dass der Song in seinem Stil den Soul-Geist der 60er Jahre atmet, wird das Ganze dann aber auch schlüssig. Laut Text ist was Beinbekleidung angeht nämlich eher auf Miniröcke und Samt-Anzüge zu setzen, statt auf die zeitweise nicht als besonders cool geltende Blue-Jeans. Dass die Zeiten sich da geändert haben, dürfte bekannt sein. Dass einen der Song auf eine charmante Weise in eine andere Zeit zurück holt, lässt sich jedoch kaum bestreiten.

Kollegah – Drugs in den Jeans

Kollegah, Angeber- und Highspeed-Rapper aus Hessen schmückt sich gerne mit den schönen Dingen des Lebens: Pelzmäntel, sündhaft teurem Schmuck, luxuriösen Fahrzeugen und natürlich nur den edelsten Denim-Jeans. Woher das Geld dafür kommt? – Selbstverständlich weniger aus CD-Verkäufen als vielmehr aus den Unterweltgeschäften rund um Prostitution und Drogenhandel. So erklärt sich auch der Songtitel seiner 2011 erschienen Single „Drugs in den Jeans“. Hier heißt es „Drugs in den Jeans – deine Stadt ist bedient, Koks und Amphetamin“ und urplötzlich erhält das Merkmal „Funktionalität“ einer Jeans eine ganz neue Bedeutung. Dass der Look deshalb noch lange nicht an zweiter Stelle steht, ist für Markenfetischist Kollegah eine Selbstverständlichkeit – denn wenn schon kriminell, dann wenigstens auch dabei geil aussehen.

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