Designer Jeans selber machen: Teil 2

Die richtigen Schablonen

Die Schablonen werden auf den Stoff gelegt und mit Schneiderkreide umrissen. Anschließend werden die Einzelteile mit einer Stoffschere ausgeschnitten. Im nächsten Schritt wird der Stoff für die Hosentaschen von hinten an die entsprechenden Stellen der Denim angenäht. Die Farbwahl des verwendeten Garns ist dabei bereits ausschlaggebend für den späteren Look der Jeans. Denn das vermeintlich unwichtige Detail ist stilgebend für das gesamte Endprodukt, man denke nur an die markanten gelben Nähte der Levis-Jeans oder die kräftig weißen Nähte, die die True Religion-Jeans berühmt gemacht haben.

Knöpfe, Nieten und Verschlüsse

Schließlich werden an diversen Ecken und Kanten, je nach Style auch in der Mitte der Tasche und natürlich am „Verschluss“ der Jeans Knöpfe und Nieten mit einer Stanzmaschine, Kombizange oder ähnlichem befestigt. Vor allem Knöpfe sind außerordentlich wichtig, denn sie tragen den Namen des Labels oder des Designers und sind daher das Gütesiegel, das Wasserzeichen der Denim-Jeans. Nachdem schließlich auch die restlichen Denimstücke mittels Nähmaschine zusammengefügt und Umschläge und Gürtelschlaufen vernäht wurden, kann es ans Feintuning der Hose gehen.

Das Feintuning

Mit feinem Sandpapier werden die Nähte abgebürstet, um den obligatorischen Used-Look zu erzielen. Je nach dem, ob er sanft ausfallen oder bereits in Richtung „Destroyed-Stil“ gehen soll, wird hier mit unterschiedlicher Härte vorgegangen. Mit diversen Werkzeugen wird die Jeans schließlich nach Wunsch noch mit unterschiedlich großen Löchern versehen. Zu guter Letzt – so macht es jedenfalls Loren Cronk – wird zwischen den Gürtelschlaufen noch das rechteckige Lederemblem mit dem Namen des Designers angebracht. Auch hier gilt: Wenn es fehlt, ist es keine richtige Jeans. Es ist das Markenzeichen, das Echtheitszertifikat, die Pflichtstück für die Denim-Jeans und im Falle eines Einzelstücks so etwas wie die Signatur des Designers.

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